Besuch der Lauensteiner Pralinenfabrik (Didi Faber) 
Meines Gedenkens erstmals fand eine CTT55plus-Veranstaltung im November statt, diesmal ohne Wanderung. Didi hat sich für den sonst „leeren“ November eine nichtalltägliche Sache einfallen lassen: den Besuch in der Lauensteiner Pralinenfabrik. Wiewohl laut Namen die Burg Lauenstein als Firmenlogo dient, ist die Fischbachsmühle bei Falkenstein das Firmendomizil.

Um einerseits die Burg Lauenstein nicht völlig außer Acht zu lassen und auch der Grundidee der CTT55plus ein wenig zu entsprechen, lud Siegfried, der sich quasi auf heimischem Boden befand, zu einem Halt am Parkplatz beim ehemaligen Lauensteiner Bahnhof unterhalb des Burghügels. Die Sicht auf die Burg, auch bekannt als „Mantelburg“ (gemäß eine Legende), war von hier leider nur sehr eingeschränkt. Die Burg geht bis ins 12. Jahrhundert zurück, war von etwa 1300 bis 1500 im Besitz des Geschlechts der Orlamünder. Über verschiedene Eigentümer (1896 Renovierung nach Vorbild der Wartburg) gelangte sie 1962 in den Besitz des Freistaats Bayern und wurde 1966 bis 1976 aufwendig restauriert. Bekannt ist die Burg Lauenstein auch durch die „weiße Frau“, die auf der Burg als Gespenst umgeht. Lauenstein/ Fischbachmühle/ Falkenstein liegen an der ehemaligen Hauptbahnverbindung München – Nürnberg – Berlin – Malmö. Falkenstein war Bahn-Grenzübergangsstation. Die Kuriosität der dortigen Gastwirtschaft lag darin, dass die eigentliche Grenze zwischen den Besatzungszonen quer durchs Haus lief und im sogenannten Bierdeckelabkommen von 1945 dem amerikanischen Westen zugeschlagen wurde.

Zunächst waren die 19 Teilnehmer dann in der „Gläsernen Manufaktur“, wo eine Firmenmitarbeiterin den CTTlern den Herstellungsprozess der Pralinen erläuterte. Die Entstehungsgeschichte der Fabrik geht auf einen Berliner Urlauber, Konditor von Beruf, zurück, der sich in die Müllerstochter verliebte und blieb. Mit dann drei Mitarbeitern begann er im Jahr 1965 mit der Pralinenfertigung (5 Sorten). Heute werden mehr als 100 Sorten bei einer Belegschaft von über 100 gefertigt, alles in Handarbeit, was letztlich auch den Preis ausmacht. Nach den teils sehr detaillierten Ausführungen (u.a. wie kommt der Alkohol – und welcher – in die Praline?) war Gelegenheit für eine Einkehr im Cafe und für einen Einkauf im Outlet-Laden.


Nach der Rückfahrt in Coburger Gefilde war die Abendeinkehr im Gasthof Rose in Grub. In angeregter Gesprächsrunde und bei bodenständigen Gerichten ließ es sich aushalten. Siegfried dankte Didi im Namen aller für das perfektorganisierte Tagesprogramm.
Text und Fotos: Siegfried Scherbel


