Tennis ist eine der wenigen Sportarten, in denen Wettkampfsport trotz Corona uneingeschränkt durchgeführt wurde. Die Sommer-Spielrunde, erst nach Pfingsten gestartet, ist beendet. Das spielstärkste Tennis im Raum Coburg war in der laufenden Saison wieder bei der Coburger Turnerschaft angesiedelt, mit den Herren in der Landesliga und mit der ehemalige Damen-Bayernliga-Mannschaft, die zu den D30 in die Bayernliga gewechselt war.

Die Herren mussten zu Anfang mit Personalproblemen fertig werden. Der Ausfall von zwei Stammspielern und das Fehlen der beiden Stammkräfte aus Serbien/Bosnien zwangen zum Einsatz von Nachwuchsspielern. Die schlugen sich zwar tapfer, konnten aber erwartungsgemäß nicht punkten, zumal zum Saisonauftakt die mitfavorisierten Teams aus Regensburg und der Lokalkonkurrent GW Bayreuth zu starke Gegner waren. Mit Siegen gegen NHTC Nürnberg, WB Aschaffenburg, TG Schweinfurt und den oberfränkischen Rivalen TSV Melkendorf konnte ein zufriedenstellender vierter Tabellenplatz erreicht werden. Einer der Leistungsträger war Alen Mujakic mit einer 5:1-Bilanz an Position 1.

Das D30-Team um Christine Scherl dominierte die Bayernliga-Nord deutlich und errang die Meisterschaft ungeschlagen mit 12:0 Punkten, und mit 4 Punkten Vorsprung. Auch wenn die Siege gegen Veitsbronn-Siegelsdorf, TC Bamberg und Heuchelhof Würzburg knapp waren, stach die spielerische Klasse an vorderen Positionen ins Auge: Christine Scherl (an Position 1) und Tereza Szafnerova (an Position 3 bzw 4) erspielten beide eine makellose 6:0 Bilanz sowohl in den Einzeln als auch in den Doppeln. Die Mannschaft hat damit den Aufstieg in die Regionalliga Süd-Ost erreicht.

Nach dem Sieg in Aschaffenburg – von links (stehend): Ivana Whilby, Christine Scherl, Petra Panzer, Claudia Geßlein; (vorne) Stefanie Brettel, Tereza Szafnerova Es fehlen: Walter Kerstin, Bauer Susanne

Auf dem Sprung nach oben (Regionalliga)

Text: Siegfried Scherbel, Bilder: Christine Scherl