Die Wetterprognose für den 9. Mai war alles andere als günstig. Dennoch ließen sich zehn Wanderfreunde nicht abhalten, die von Siegfried geplante Tour in Angriff zu nehmen. Bei leichtem Nieselregen in Niederfüllbach wurde per Auto der Startort Mürsbach angesteuert.

Nach einigen Erläuterungen zur Geographie und Geschichte wurde zunächst die Itzaue gequert. Von Speiersberg aus ging es, zeitweise begleitet durch ein paar Regentropfen, durch sanfte Hügellandschaft in Richtung Medlitz. Bald wurde der Blick frei auf den südlichen Itzgrund nach Bamberg hin, mittig thronte die Altenburg.

Nach erneuter Querung des Itztals, jetzt in Ost-West-Richtung, ging es in Zaugendorf an der Kapelle vorbei, hinauf zum Nassen Berg. Auf halber Höhe schaute, beim Blick rückwärts, überraschend der Staffelberg über die nahen Hügel. Wanderführer Siegfried erläuterte die Geologie des fränkischen Schichtstufenlands hier an der Grenze zwischen dem Keuper der Zeilberge westlich der Itz und dem Vorhügeln des Juras östlich.

Nach weiterem Anstieg wurde die Höhe erreicht. Den Wanderern bot sich ein herrlicher Ausblick: nach Norden den mittleren Itzgrund vor Augen, im Hintergrund der Thüringer Wald mit dem Bleßberg, nach Nord-Osten hin dräute der Ochsenkopf mit seinem Sendemast, im Osten der Windradpark bei Stadelhofen und nach Süden hin erkannte man den Turm der Friesener Warte (bei Hirschaid) und sogar das Walberla bei Forchheim. Oberfranken von Nord bis Süd: ein großartiges Panorama bei recht klarer Sicht.

Wieder in Mürsbach angekommen, wurden der Dorfbrunnen, die historische Verkündigungshalle und die Fachwerkensembles in Augenschein genommen.

Kaum hatten die Wanderer im Gasthof Sonnenbräu Platz genommen, konnte nun getrost ein kräftiger Regenschauer niedergehen (präzises Timing!). Bier und Brotzeit fanden Zuspruch und Anerkennung.

Zu bereuen wäre allenfalls nicht dabei gewesen zu sein.

    

Text und Fotos: Siegfried Scherbel

Gisela Grempel    0160-7400090     gisigrempel@gmail.com