Stadtgang „Park der Arten“ (Didi Faber)
Didi Faber gestaltete den Juni-Wandertag. Wieder einmal griff er sein Herzensthema auf: er zeigte dem Teilnehmerkreis eine neue Facette im Stadtgebiet, mit jeweiligen Erläuterungen zwischendurch. Auf der Lauterer Höhe ist der sogenannte „Park der Arten“ im Entstehen begriffen. Entlang des Rottenbachs, in der vormaligen Brache zwischen Gewerbegebiet und Schrebergärten, vom ehemaligen Gartenbaubetrieb Irene Müller am Dörfleser Kreisel bis zum Landratsamt, entsteht auf 6,5 ha ein neues Naherholungsgebiet, das aktuell zumindest in seinen Grundzügen erkennbar ist.

Park der Arten
Ausgangspunkt des Stadtgangs für 15 Wanderer war nach Abzug einer Regenzelle der Parkplatz der Einkehrgaststätte Morgenthum in Esbach. Entlang des Ortsrands am Wohngebiet Dörfles ging es bis zu „Park-Eingang“ hinter dem MediaMarkt. An einer Schautafel erläuterte Didi kurz das Szenario. Die Wege durch den künftigen Park sind angelegt, erste Thematiken sind erkennbar: ein noch nicht gefüllter Teich, Totholzstapel, gepflanzte Bäume unterschiedlichster Arten, eine Vierseitpyramide. Bei dieser öffnet sich der Blick über das Parkgelände in Längsrichtung von diesem Ende zum dem anderen in der Nähe des Landratsamtes. Auch dort ist eine Pyramide. Diese ist ein etwa 6 m hoher Kegelstumpf der entweder barrierefrei auf einem schneckenhaus-gleichen Weg oder über eine Diretissima-Treppe erstiegen werden kann. Zur Niorter Straße hin ist eine Allee angelegt in deren Sichtachse von der Niorter Straße her die Veste liegt. In der Sichtachse längs des Parks, nach Dörfles hin, liegt die eingangs erwähnte Vierseitpyramide. Allenthalben sind Tafeln zu Umweltthemen wie „Regenerative Energiegewinnung“, „Wasser“ usw angelegt. Nach Besteigung des Kegelstumpfs schritten wir am Rottenbach entlang gen Dörfles und durchquerten das neue Wohnviertel. Auch danach wurde der Ortsfremde nicht schlauer aus der Ortsgeographe als er vorher war: die Straßenkarte ist alles andere als übersichtlich. Schließlich erreichten wir die von-Werthern-Straße. Der Name rührt daher, dass der einst in herzoglichen Diensten stehende Rittmeister Wolff Ottobald von Werthern im Jahr 1886 das an dieser Straße liegende Schloss Esbach erwarb. Heute beherbergt das Schloss eine Anwaltskanzlei.
Schließlich wurde nach 4,5 km Wegstrecke wieder das Einkehrwirtshaus Morgenthum erreicht. Neun Nichtwanderer gesellten sich hinzu. Siegfried dankte abschließend Didi für die Organisation. Den meisten war der „Park der Arten“ zuvor noch unbekannt. Es wird allerdings noch geraume Zeit vergehen bis das Gelände den Namen „Park“ tatsächlich verdient: Naturwachstum braucht halt Zeit. – Das Gasthaus Morgenthum ist gemeinhin eigentlich bekannt für sein seriöses Angebot. Der Berichterstatter selbst war allerdings nicht zufrieden: zu wenig Gegenleistung für zu viel Geld.
Text und Fotos: Siegfried Scherbel


