Bericht Bretzenstein  (Didi Faber/ Siegfried Scherbel)

Kurz vor der Sommer-Sonnwende die erste Tour des Wanderjahrs! Corona erzwang diese Geduldsprobe. Wie bei dem Beginn der Tenniswettspielrunde auch, entwickelten sich die Inzidenzzahlen so, dass zum „geplanten“ Beginn die Werte schließlich im grünen Bereich lagen. Der Wander-Koordinator Didi stellte sich dabei auf die sichere Seite und regte an, diese erste Jahreswanderung auf unterfränkischem Terrain zu absolvieren, weil im Kreis Hassberge die Inzidenz schon längere Zeit unter 50 lagen, was somit Gruppensport und geöffnete Gastronomie zuließ. Siegfried Scherbel hatte einen „Rundwanderweg“ (eher „Dreiecksweg“: rauf – Hochebene – runter) zusammengestellt.

Auf dem Parkplatz in Hemmendorf, 20m hinter der Grenze Ober-/Unterfranken fanden sich pünktlich 16 Wanderfreunde (7m/9w) ein.

Zunächst galt es den Großteil der 130 Höhenmeter auf dem praktisch nicht von Verkehr frequentierten Sträßchen nach Fierst zu bewältigen. Im oberen Teil wurde ein herrlicher Laubwald durchquert. An der Wegkreuzung konnten einige die Abkürzung zum Windrad E66 nehmen. Die anderen nahmen den etwas längeren Weg an der Gotteswiese und am Windrad S70 vorbei. Weil kaum Wind herrschte, konnte bei stehendem Propeller die beeindruckende Geräuschentwicklung nicht erlebt werden. Auf dem Weg zwischen den beiden Windgeneratoren hatte man Aussicht auf Veste, Brandensteinsebene, den Windpark bei Welsberg, den Itzgrund zwischen Kaltenbrunn und Untersiemau, Windräder Kraiberg, Kloster Banz und Staffelberg. Der Thüringerwald blieb im Dunst nur schemenhaft erkennbar. Am Windrad E66 war sogar die Giechburg sichtbar, dazu die Sendetürme Wachknock und Geisberg (südöstlich von Bamberg). Siegfried gab einige Informationen zu den beiden 1500-kW-Generatoren.

Die Querung vom oberen Weg auf den unteren gewährte auch den „Abkürzern“ das vorgenannte Panorama-Erlebnis. Am Aussichtspunkt „Unterer Berg“ gab eine Schautafel detaillierte Auskunft über die zu Füßen liegende Landschaft. Superlative (für fränkische Verhältnisse jedenfalls) wie „Wie schön ist doch unsere Gegend!“ waren zu hören.

Nun ging es zurück Richtung Hemmendorf, zunächst an einer unter Naturschutz stehenden Streuobstwiese vorbei, dann auf den steil abfallenden Flurweg hinunter. Kurz vor dem Reiterhof ging es noch über einen kleinen Hügel bevor die Einkehr im Biergarten des Alten Brauhaus‘ folgte. Das „Alte Brauhaus“ erwies sich erneut als eine gute Wahl.

„Prost!“  „Mmmh“. „Was macht den eigentlich der Dings?“ Was hat uns doch lange gefehlt! Didi (Organisation) und Siegfried (Wanderführung) freuten sich über die Dankesworte durch Fritz Funk.

Text/Fotos: Siegfried Scherbel