Rundweg im Naherholungsgebiet Ebersdorf (Günter Reichel)
Die Juli-Wanderung wurde von Günter in das dörfliche Naherholungsgebiet Ebersdorf angesiedelt. Dieses NEG liegt südlich der Ebersdorfer Sportanlagen in einem Tälchen, in dem der Michaelsgraben in Richtung Schneybach bei Seehof entwässert. Hier, rund um die Gemeindeteiche finden sich einige kleine Freizeitanlagen. Der Wald ist zwar etwas eintönig, fast ausschließlich Fichten und Kiefern, aber gut genug um uns bei sommerlichen Temperaturen ausreichend Schatten zu spenden.

Gemeindeteich
Von Niederfüllbach aus wurde der Parkplatz der Kempfenhütte angesteuert. Immerhin 18 Wanderlustige, darunter „Neue“ und zeitweise „Vermisste“ fanden sich ein. Vom Parkplatz aus ging es über ein waldumrahmtes Feldgebiet mit reifem Raps zur Rechten und reifender Gerste zur Linken in den Wald. Bei der nächsten Abzweigung zeigte ein Wegweiser zum „Wallenbrunnen“, den wir vor einigen Jahren schon mal besuchten. Auf trockenem Waldweg konnten aufmerksame Augen auch abgeblühte Orchideen entdecken. An einer Wegkreuzung (mit Bauschuttablagerung) wurde eine kurze Stehpause eingelegt. Danach ließen wir nach leichtem Anstieg Richtung Ebersdorfer Sportanlagen den Miachaelsgraben erst mal hinter uns. Kurz vor Verlassen des Waldes schimmerte ein hell leuchtendes Sonneblumenfeld durch. Auf dem Wegstück vom Waldrand zur Sylvia-Sportanlage gab es die eine und andere Sichtachse: In leicht südöstlicher Richtung erkannte man hinter dem Ebnether Berg die Windräder von Küps, nach Osten hin die VERPA-Fabrik in Weidhausen und noch weiter links davon den Weinberg bei Gestungshausen. Ab der Tennisanlage Ebersdorf ging es wieder Richtung Michaelsgraben. Der Abstieg an der Kante hinunter zur Talsohle, wenn auch nur von etwa 50m Länge, hatte es in sich: auf kurzer Strecke mussten ca. 15 m Höhenunterschied gemeistert werden. Hilfreiche Hände und später dann ein Geländer ließ alle sicher unten ankommen. Bei den Gemeindeteichen konnten wir einen Plankenweg nutzen, der über die Feuchtflächen (diese aber aktuell mehr oder minder trocken liegend) führte. Nach einer erneuten kurzen Stehpause mit Fototermin konnte der Rest des Rückwegs beginnen. Eine fette Raupe (vermutlich die eines Weidenbohrers) brachte sich vor der anrückenden Gruppe in Sicherheit. Trotz der nicht gerade ausufernden Strecke kehrten wir nach 1 ¾ Stunden zur Kempfenhütte zurück.
Günter hatte erreichen können, dass trotz Ruhetages die Bewirtschaftung für unsere Gruppe gemacht wurde. Zur Einkehr gesellten sich noch weitere CTT-ler hinzu, sodass wir letztlich 27 Personen zählten. Wie für eine Wanderhütte üblich gab es diverse Brotzeiten, dazu wohlgekühlte Getränke und Bier aus dem Fass. Siegfried sprach den Dank an Günter für die Orga des Wandertags aus, in Sonderheit für die Streckenführung, die die Sommertemperaturen kaum merklich erscheinen ließen.
Text und Fotos: Siegfried Scherbel



