Umrundung des Südlichen Eierbergs (Bernd Hüttling)
Zur Juli-Wanderung ging es mal wieder zu den Eierbergen oberhalb von Wiesen am Main. Bernd Hüttling hatte eine Umrundung des Gipfels des Südlichen Eierbergs (445m üNN) ausgesucht. Mit 160 Höhenmetern rauf und runter war dies schon herausfordernd.
Vom Parkplatz der Brauereigaststätte Thomann ging es hinterm Dorf auf den Bergsporn zunächst bis zur Sitzgruppe am Flurbereinigungsstein. Ein erster Halt war angezeigt. Inzwischen schon 60 Höhenmetern über dem Maintal bot sich ein beeindruckendes Panorama: Die Karolinenhöhe bei Trieb, die, wie es schien, im Wald eingebettete Basilika Vierzehnheiligen, der Alte Staffelberg, das Staffelberg-Massiv, der Taleinschnitt bis Stublang, der bekanntermaßen mit Linden gekrönte Veitsberg, die Hohe Metze und die Windradparks in der Nähe von Scheßlitz boten sich dem Auge.

Nach 250 Metern Wegs (und weitern 20 Höhenmetern) bot sich das gleiche Panorama erneut bevor es in den Wald und zur Gipfelumrundung ging. Zwar leicht aber stetig ansteigend erreichten wir eine Weggabelung auf 380m üNN. Bewölkung, Schatten und eine leichte Brise machten den Weg erträglich. Die nächsten 200m hatten es dann in sich: weitere 40 Höhenmeter (=20% Steigung!!!). Ab dort konnte der Berggipfel weitgehend höhenlinienparallel auf etwa 425m (halb-)umrundet werden. An einer Stelle gab eine Lücke im Wald den Blick auf die Staffelsteiner Seen frei. Schließlich ging es wieder abwärts (was teilweise auch „in die Knie“ ging). Auf bequemem Forstweg, gekennzeichnet durch die verheißungsvolle Bierkrug-Markierung, wurde wieder der Waldrand erreicht und das Maintalpanorama konnte erneut genossen werden. Beim weiteren „Schluss-Abstieg“ hinunter nach Wiesen fielen auch die dominanten blauen Bögen der ICE-Brücke ins Auge. Nach dem letzten Serpentinenbogen war das Einkehrwirtshaus Thomann in Reichweite.

Hier gab es traditionelle fränkische Kost und Bier aus der Hausbrauerei. Siegfried dankte Bernd Hüttling für die Organisation des Wandertags. Gleichwohl sprach er seine Anerkennung an die Teilnehmer aus, die die mit 160 Höhenmeter auf und wieder ab sehr anspruchsvolle Wanderung bewältigt haben. Prosit! Bedauerlicherweise haben nur sieben Teilnehmer, die sich die leibliche Stärkung auch redlich verdient hatten, die Strecke unter die Füße genommen.
Text und Fotos: Siegfried Scherbel



