Bericht Wallenbrunnen-Rundwanderung (Günter Reichel)

Die Augustwanderung wurde federführend von G.Reichel ausgekundschaftet. Er führte uns im Waldgebiet südlich von Ebersdorf.

Nur 9 Wanderer fanden sich am Treffpunkt Sportplatz Ebersdorf ein. Ursache mag die seit Wochen anhaltende Sommerhitze, insbesondere in den letzten Tagen, gewesen sein, die sich am Wandertag zu einer ziemlichen Schwüle wandelte. Gewitterträchtige Himmelsbedeckung ließ auch noch Regen vermuten, der sich aber auf das Gemeindegebiet Sonnefeld beschränkte, sodass die Wanderung trockenen Fußes respektiv trockener Kleidung absolviert werden konnte.

Vom Sportplatz Ebersdorf ging es auf breitem Forstweg in das sandige Hügelland südlich Ebersdorfs. Der dort vorherrschende Fichtenbestand versprach einerseits Schutz vor einstrahlender Sonne, andrerseits zeugten „Berge“ geschlagenen Holzes vom derzeitigen Befall durch den Borkenkäfer, begünstigt durch die, dadurch offensichtlich werdende, fortschreitende Klimaänderung. Dem aufmerksamen Beobachter entging auch nicht das auffällige Fehlen von Insekten und weiterem Getier. Lediglich eine große Königslibelle, unvermutet mitten im Fichtenwald, und einige weitere Libellen an den passierten Teichen wurden gesichtet.

Am Teufelsgraben, wo ein großer naturbelassener Teich aufgestaut ist, lud eine Bank zu einem kurzen Halt. Die bequeme Forststraße führte mit leichten Steigungen und einigen Serpentinen dem Wallenbrunnen zu. Direkt an der Autobahn gelegen ist der Geräuschpegel unüberhörbar.

Beim Wallenbrunnen handelt es sich um eine Brunnenstube mit geringer Schüttung. SeineEntstehung wird wohl ein Geheimnis der Geschichte bleiben. Vermutlich ist er aber älter als Ebersdorf und Frohnlach, die um 1260 als Rodesiedlungen entstanden sind. Forschungen zufolge war diese Region früher von einzelnstehenden Hügelhöfen besiedelt, einer Siedlungsform, die der Dorfbildung vorausging. Solchen Hofflächen unmittelbar benachbart sollen auch Quellen oder Brunnen gewesen sein. Auch um den Namen ranken sich die Spekulationen, z.B. „Brunnen am Wall“ oder „Wallfahrerbrunnen“.

Nach kurzer Rast ging es über das Ebersdorfer Naherholungsgebiet (schöne Lichtung mit Schutzhütte, einem Kinderspielplatz und zwei Teichen) über einen Stegweg dem Startpunkt zu. Nach einem letzten kurzen aber intensivem Anstieg gelangten wir auf freies Feld, das Ebersdorfer Sportgelände vor Augen.

Weitere sieben Stammwanderer gesellten sich dazu bei der Schlusseinkehr im Biergarten des Gasthauses „Zur Sonne“ in Roth a.F. Speis und Trank waren zur allgemeinen und besten Zufriedenheit.

Fritz Funk brachte im Namen der Gruppe ein Prosit als Lob und Dank an die Wanderführer Günther/Heidi Reichel (und „Co“ Didi) aus.

Text und Bilder: Siegfried Scherbel