Bericht  „Durch den Urwald Schwengbrunn“

15 Wanderfreunde fanden sich zur August-Wanderung ein, für die Siegfried Scherbel verantwortlich zeichnete. Die Wanderstrecke führte in das Gebiet Lauterburg – Hohe Schwenge, wobei das „Naturreservat Schwengbrunn“ durchquert und umrundet wurde. Das Reservat ist ein Projekt, den Wald ohne forstwirtschaftliche Eingriffe sich selbst zu überlassen und so wieder zum „Urwald“ werden zu lassen.

Vom Ortsrand Oberwohlsbach ging es auf Feldwegen hinauf zum Waldrand. Von dort konnte, über den Horizont des nahen Hügels der Staffelberg gesichtet werden. Ab hier wurde dem Naturlehrpfad gefolgt: vorbei am (leeren) Lehr-Bienenstock, am ICE-Rettungstunnelzugang, diversen Infotafeln (der August-Zeitpunkt verhinderte die Entdeckung der angegebenen Blütenpflanzen) und einem Muschelkalkaufschluss im Reservat erreichte die Gruppe den (im Coburger Land “allgegenwärtigen“) Carl-Escher-Escher-Weg bei der Querung des Fornbachs. Bei diesem „Halt“: niemand „stieg zu“, niemand „stieg aus“. Ab hier ging es ordentlich bergan, die Wasserspuren der Vortage auf dem Weg noch deutlich erkennbar, bis zum Herzogsbrunnen. Hier war eine kurze Rast, Gelegenheit das frische Quellwasser zu kosten.

Nach weiterem Anstieg wurde der etwa 480 m hoch gelegene Ringweg um die „Hohe Schwenge“ erreicht, ca. 80 hm lagen hinter uns. Nun ging es auf dem Forstweg leicht abfallend hinunter zur Lauterburg, der Burgruine (begründet 1156, restauriert 1999). Weil wir bequem im Zeitplan lagen, ließ es sich hier ein Viertelstündchen in der angenehmen Sonne aushalten.

Beim Weg hinunter nach Oberwohlsbach bot sich am oberen Ortsrand das Panorama: Der Blick reichte vom Kordigast bis zum Staffelberg im Hintergrund, von der Einberger Schweiz über Festung und Stadt bis zum Weidacher Forst im Vordergrund.

Die Einkehr war im (ehemaligen) Ghs. Sauerteig in Oeslau. Beim nächsten Mal: andere Wanderstrecke und auch andere Wirtschaft!

Text und Fotos: Siegfried Scherbel