Der Coburger Nachwuchsspieler ist Sieger des traditionsreichen Dreikönigs-Turniers von Tirschenreuth. In der 35-sten Auflage dieses Turniers mit der Kategorie A4 behauptete er sich im 48er-Feld gegen durchweg starke Gegner.

Das Turnier war qualitativ äußerst gut besetzt: Für das 48er-Feld hatten allein 30 Herren der DTB-Rangliste gemeldet. Der Turnerschaftler Alen Mujakic war als DRL 166 an Position 3 gesetzt. Nach einem Freilos gewann er in der 2.Runde gegen Martin Benes (Leipzig TC) mit 7:5 / 6:4, im Achtelfinale dann gegen Leon Formella (TVA 1860 Aschaffenburg/DRL 332) mit 6:2 / 6:2. Im Viertelfinale sah er sich Leopold Gomez Islinger (DRL 294), dem Bayernligaspieler von TC RW Straubing gegenüber. Diese Hürde überwand Mujakic unerwartet problemlos mit 6:1 / 6:3.

Im Halbfinale kam es dann zum Duell mit dem für den Regionalligisten TC RB Regensburg spielenden und gebürtigen Bamberger und mehrfachem Oberfr.Meister Marcel Strickroth (DRL 87), der an Pos. 2 gesetzt war. Nach 6:3 im ersten Satz musste Mujakic trotz Break-Vorsprung in den Tiebreak, weil der sehr gute und erfahrene Strickroth enorm dagegenhielt. Schließlich konnte der Coburger den Tiebreak knapp mit 7:5 und damit zum Matchgewinn für sich entscheiden.  Im hochdramatischen Finale traf er auf den an Pos. 5 Gesetzten Aaron James Williams (Bredeney-TVN/ DRL 193), der zuvor den 1-Gesetzten Lars Johann (Wiesbaden/ DRL 86) in einem 18:16-Matchtiebreak-Krimi ausgeschaltet hatte. Das Endspiel stand auf hohem Niveau. Nach Break zum 4:3 im ersten Satz und neuerlichem Break ging dieser mit 6:3 an Mujakic.  Der zweiten Satz war bis 4:4 ausgeglichen, dann ließ Mujakic eine Breakchance ungenutzt und kassierte daraufhin selbst das Break zum Satzausgleich. Im MTB ließ Alen dann nichts anbrennen und stellte mit 10:1 den Turniersieg sicher, auch aufgrund seines starken Aufschlags, an dem er zuletzt viel gearbeitet hat. Dieser Erfolg ist neuerliche Motivation für das weiter aufstrebende Coburger Talent, das in der Tennisbase Oberhaching trainiert und aufgebaut wird. Mit dem Turniersieg nimmt der 18-Jährige Kurs auf die Top-100 der deutschen Herren-Rangliste.

Text und Bilder: Siegfried Scherbel